| Gedenkpunkte in Braunschweig
Liste der dringend zu schaffenden GEDENKPUNKTE IN BRAUNSCHWEIG Stand 12.04.2010
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1. Zentraler Gedenkpunkt Stadtmitte
IM ZWEITEN WELTKRIEG ZERSTÖRTEN ENGLISCHE UND AMERIKANISCHE BOMBEN DIE HISTORISCHE INNENSTADT FAST VOLLSTÄNDIG. Bezirksrat Innenstadt |
2. AOK Eine Gedenkplatte des Friedenszentrums wurde am 4.7.2003 in den Fußweg vor dem Eingang eingelassen. Wegen Bauarbeiten derzeit nicht sichtbar. |
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3. Luftschutzkeller Schöppenstedter Straße IM LUFTSCHUTZKELLER SCHÖPPENSTEDTER STR. 31 ERSTICKTEN BEI EINEM BOMBENANGRIFF Bezirksrat Innenstadt |
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4. Bremer & Brückmann, Juliusstraße IM KELLER DER BLECHWARENFABRIK BREMER & BRÜCKMANN Bezirksrat Westliches Ringgebiet |
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5. Brünings Saalbau BRÜNINGS SAALBAU, DAMM 16, WURDE AM 10. FEBRUAR 1944 Bezirksrat Innenstadt |
6. Schießstand Buchhorst EINIGE IN DER BUCHHORST ERSCHOSSENE OPFER |
Bezirksrat Wabe- Schunter |
| 7. Das Volksfreundhaus Schloßstraße 8 war 1933 Folterstätte und "Schutzhaft"gefängnis. Bis vor wenigen Jahren gab es nur nur im inneren Eingangsbereich eine größere Gedenkplatte, die jedoch von außen kaum sichtbar ist. Eine kleine Erläuterungstafel im Stil der Geschäftsschilder außen links vom Eingang wurde bereits einmal von Randalierern zerstört. Sie ist zwar inzwischen wieder hergerichtet worden, fällt jedoch nicht ins Auge und schildert die allgemeine Geschichte des Hauses. Das Friedenszentrum hat am 10. Mai 2005 eine solidere, auffälligere Tafel im Stil der an den übrigen Gedenkpunkten vorgeschlagenen Tafeln an der äußeren Hauswand an der Ecke zum Ackerhof angebracht. Mehrere Tage lang brannte auf dem Ackerhof ein Scheiterhaufen, auf dem die Bücher der Volksbuchhandlung, das gesamte SPD-Parteiarchiv, die Akten der Gewerkschaften, der AWO, der Falken und des Freidenkerverbandes verbrannt wurden. Dieser ersten Bücherverbrennung folgten um den 10.5.1933 weitere in ganz Deutschland, so auch vor dem Schloss in Braunschweig. Die angebrachte Tafel hat den Text: AM 9. 3. 1933 STÜRMTE DIE ZWEI TAGE VORHER AUS SA UND SS "Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen." |
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| 8. Aktienziegelei, Broitzemer Straße 250 In einer 1943 eingerichteten Baracke der Aktienziegelei, Broitzemer Straße 250, heute Münchenstraße / Ecke Nordauffahrt zur Tangente, befand sich ein Entbindungsheim für 'Ostarbeiterinnen‘ (Zwangsarbeiterinnen aus Polen und der Sowjetunion). Näheres erläutert der vorgeschlagene Text für eine Tafel, die neben einer auszuschreibenden und (besonders für den vorbeifließenden Verkehr) gut sichtbaren Skulptur anzubringen wäre: AN DIESER STELLE BEFAND SICH VON MAI 1943 BIS APRIL 1945 Bezirksrat Westliches Ringgebiet |
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| 9.-11. "Judenhäuser" Ein Gesetz nahm 1939 den jüdischen MitbürgerInnen jeglichen Mieterschutz. Sie mussten zusammen in Häuser ziehen, die in jüdischem Besitz waren und "Judenhäuser" genannt wurden. Von 7 solchen Häusern in Braunschweig existieren heute nur noch bzw. wieder: Hennebergstraße 7, Ferdinandstraße 9 und Am Gaußberg 1. Nachdem am 8.12.06 vier Stolpersteine vor dem Haus Hennebergstr. 7 in den Fußweg eingelassen wurden, wurde am Haus Ferdinandstr. 9 am 12.4.2010 folgende Tafel angebracht: DIESES HAUS WURDE 1939 EIN SO GENANNTES ‚JUDENHAUS’. Namen für das Haus Am Gaußberg 1: IDA BERGER, BERTA FRIEDLAND, GERDA LEYSER Bezirksrat Innenstadt |
Einweihung Gedenktafel Ferdinandstr. 9 am 12.4.2010 |
| 12. Münzstraße 17 In der Münzstraße 17, heute Landgericht, tagte das berüchtigte ‚Sondergericht‘ und fällte u.a. 92 Todesurteile. Bisher gibt es nur eine kleine Tafel innen im 1. OG vor dem Hauptverhandlungssaal, die an die jüdischen Juristen erinnert. Vorgeschlagen wird eine Tafel außen am Haupteingang oder, mit einer Skulptur kombiniert, an der Nordseite: IN DIESEM GEBÄUDE TAGTE VON 1933 BIS 1945 Bezirksrat Innenstadt |
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| 13. Das Untersuchungshaftgefängnis Rennelbergstraße 10 war von 1933 bis 1945 „Schutzhaft“gefängnis für willkürlich verhaftete „Oppositionelle“. Unser Vorschlag: Anbringen einer Tafel mit dem folgenden Text neben dem Haupteingang. DIE BRAUNSCHWEIGER POLITISCHE FÜHRUNG UND DIE GESTAPO Bezirksrat Westliches Ringgebiet |
14. Das Haus Altes Ministerium, Bohlweg 51, war Geheime Staatspolizeistelle von 1933 bis 1938. Wir schlagen eine Bronzetafel im Fußweg vor mit dem Text: DAS HAUS BOHLWEG 51, IM KRIEG ZERSTÖRT, DIENTE VON 1933 BIS 1938 Bezirksrat Innenstadt |
| 15. Das Haus Leopoldstr. 24/25 war von 1938 bis 1945 Geheime Staatspolizeistelle. Wir schlagen eine Bronzetafel im Fußweg des Bruchtorwalls oder eine einfache Eisentafel an der Hauswand vor mit dem Text: DAS HAUS LEOPOLDSTR. 24/25 DIENTE VON 1938 BIS 1945 Bezirksrat Innenstadt |
16. Im ehemaligen Schloss, heute ECE-Center mit Schlossfassade, befand sich eine SS-Junkerschule, die ein Außenlager des KZ Buchenwald umfasste und KZ-Aufseher und -Schergen ausbildete. Vor dem Schloss fand am 10.5.1933 eine Verbrennung von Büchern statt, die das NS-Regime aus den Bibliotheken entfernen ließ. Vorschlag: Tafel vor der Schlossfassade in den Boden einlassen. Der Rat der Stadt hat eine Gedenktafel beschlossen. die am 23. Juni 2010 eingeweiht wurde. Bezirksrat Innenstadt |
| 17. Außenkommando des KZ Neuengamme "SS-Reitschule" Zwischen der Hans-Porner-Straße 20 und der Ecke Schefflerstraße befand sich an der Salzdahlumer Straße das Außenkommando des KZ Neuengamme "SS-Reitschule", ein Zwangsarbeiterinnenlager mit 750 weiblichen Häftlingen. Vorgeschlagen wird eine Tafel an der Salzdahlumer Straße / Ecke Schefflerstraße mit folgendem Text: AN DIESER STELLE BEFAND SICH 1945 Der Bezirksrat Bebelhof / Viewegs Garten hat eine Tafel angeregt. |
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| 18. (Sammel-)Lager für Sinti Zwischen Sandanger und Wendener Weg in Veltenhof befand sich an den Hafenbahngleisen ein (Sammel-)Lager für Sinti, von dem aus 124 Menschen am 3. März 1943 ins Konzentrationslager Auschwitz verschleppt wurden. Im Rathaus gibt es seit 2003 eine Mahntafel für die Opfer. Wir schlagen dennoch eine Tafel und/oder Skulptur am Anfang des Sandangers / Ecke Pfälzer Straße vor, wie es auch die Sinti wünschen. Text in Anlehnung an denjenigen im Rathaus. Bezirksrat Rühme |
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| 19. Auf dem ehemaligen Garnisonsfriedhof jetzt Katharinenfriedhof sind unter anderem in der Buchhorst erschossene Deserteure ohne Namen (jeweils als "Unbekannter Soldat" - ca. 8 Gräber) bzw. Stein begraben, wie die Tochter des damaligen Friedhofsgärtners bezeugte, die die Gräber bis zu ihrem Tode gepflegt hat. Das Friedenszentrum hat die Zeugnise über 12 Erschossene. Deren Gräber sollten auch mit Namen gekennzeichnet werden, soweit sie identifiziert wurden. Wir schlagen vor, dass die Stadt Braunschweig das aus unserem Wettbewerb preisgekrönte Denkmal des Flensburger Künstlers Arne Witt zum Gedenken an das Geschehene in der Mitte des Geländes aufstellt mit einer Texttafel: FRIEDEN AUF ERDEN MUSS MENSCHENRECHT WERDEN. Bezirksrat Nordstadt |
20. Relief „Phoenix“ An der Rückwand des ehemaligen Verwaltungsgerichts befindet sich im „Stillen Winkel“ hinter der Katharinen-Kirche ein Relief „Phoenix“, das auf den Wiederaufbau der Stadt nach der Zerstörung Bezug nimmt. Jedoch ist die dargestellte Symbolik dem Bürger nicht verständlich, wenn nicht ein Zusatzschild die Bedeutung erklärt. Wir schlagen daher folgenden Text für ein Zusatzschild vor: PHOENIX AUS DER ASCHE, 1959 Bezirksrat Innenstad |
| 21. Ehem. Kriegsgefangenen- und Flüchtlingslager Griegstr. Vorgeschlagen wird eine Gedenktafel. Bezirksrat Südstadt - Rautheim - Mascherode |
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| 22. Kolonialdenkmal östl. Ende der Jasperallee Trotz der bisher angebrachten Zusatzschilder erfordern die Umgebung und Kommentierung dieses von 1925 stammenden Denkmals eine Neugestaltung, die mehr Aufmerksamkeit erzeugt und lesbarer ist. Bezirksrat Östliches Ringgebiet |
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